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Insel Rab - Geschichte!


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     Die Auseinandersetzungen zwischen Liburnern und Griechen
 
Ruinen von Hl. Damian. Photo: Slavko Krsmanovic   Die Streitigkeiten zwischen Liburnern und Griechen huben schon im 8. Jh. v. Chr. An. Obgleich die Liburner heftigen Widerstrand leisteten, konnten die Griechen immer tiefer ins Adriagebiet vorsto ß en. In Urkunden ist bezeugt, da b es im Jahre 365 v. Chr. In der Nähe der Insel Krk und Rab zu heftigre Seegefechten zwischen Liburnern und Griechen kam, in denen die Liburner im Kampf zum zweitenmal geschlagen wurden. Der Anführer der Griechen, Dyonysios der Jüngere, nutzte diesen Sieg und ließ auf den Inseln der nördlichen Adria mehrere Militärfestungen errichten, die die Liburner an der Zurückeroberung dieses Gebiets hindern sollten.
 
   Man nimmt an, dass die Ruinen von Hl. Damian von Kaštelina in Kampor und Puntezidine in Lopar eigentlich Überreste dieser Heereslänger und Ansiedlungen sind. Ein volles Jh. hindurch herrschten die Griechen unangefochten an der Adria, aber nach dem Abschluss eines Bündnisses mit den illyrischen Ardeern, zunächst im nördlichen Gebiet, später dann auch im südlichen Teil. Als sich die Ardeer rüsteten, auch den letzten Stützpunkt der Griechen, die Insel Vis, einzunehmen, suchten die Griechen von Vis Rom um Beistand an und wurden römische Bundesgenossen.
    
 
   Unter Römischer Herrschaft
 
Photo: Slavko Krsmanovic    Aufgrund des Bündnisses mit den Griechen auf Vis verfügten die Römer nun über einen Stützpunkt an der Adria, und es reizte sie, ihren Machtbereicht über die gesamt Adria auszudehnen. Nach hitzigen Kämpfen zwangen die Römer die Ardeerkönig Teuta zur Übergabe, sie musste ihnen daraufhin einen Teil ihres Besitztums abtreten und sich vom Bündnis mit den Liburnern und den Griechen von Pharos lossagen, so dass gleichzeitig auch die Liburner und Griechen die Oberherrschaft Roms anerkennen mussten. Die Gebiete der Adriaküste und der Inseln, die an die Römer gefallen waren, wurden bedeutende Ausgangspunkte für das weitere Eindringen der Römer in diese Bereiche.

   Die Gefahr erkennend einigten sich die bis dahin zerstrittenen illyrischen Stämme und trafen Vorbereitungen, sich von den Römern zu befreien. Zur gleichen Zeit erneuerten die Römer aber die verfallen griechischen Befestigungen und bauten viele neue, vornehmlich auf den Inseln. Es ist anzunehmen, dass einer dieser Flottenstützpunkte schon im 2. Jh. v. Chr. an der Stelle, wo sich heute die Stadt Rab befindet, errichtet wurde. Trotz dieser Vorkehrungen lehnten sich die Illyrer zwei Jahrhunderte lang gegen die römische Herrschaft auf, doch wurde ihr letzter Aufstand im Jahre 9 von den Römern blutig niedergeschlagen.

   Der römische Kaiser Oktavian Augustus wandelte die gewöhnlichen römischen Siedlungen der Stadt Rab in römische Munizipien um, ebenso ließ er um die Stadt Mauern ziehen und Wehrtürme errichten. So wird Rab ein Rom in kleinen. Es erhält eine Verfassung, einen Stadtverwaltung, einen Stadtkämmerer, einen Plätze, Gerichtsstätten Bäder, Wasserleitungen, Theater u.ä. erbaut. Von all diesen Bauten finden wir heute nur noch wenig vor. Man stößt auf Inschriften - etliche sind auch abhanden gekommen - die die bedeuternsten Ereignisse dieser Zeit erwähnt. Einige Überbleibsel aus jener Zeit wurden im Mittelalter in Bauwerke wie Glockentürme, Kirchen oder andere Gebäude eingefügt. Aus den bis jetzt bekannten Angeben über die Denkmäler dieser Periode kann man schließen, dass sich Rab unten Keiser Antonius im 2. und 3. Jh. am stärksten entwickelte. Obwohl das Christentum in Dalmatien schon im 1. Jh. bekannt wurde, ist belegt, dass es erst nach dem Edikt von Mailand, im Jahre 313, mehr Zugkraft gewinnen konnte. Auch Rab bekam einen Bischof.
   Schon im Jahre 476 zerfiel das römische Westreich, aber erst 493 kam Rab wie auch ganz Dalmatien unten die Macht des Königs der Ostgoten, Theoderich, und während seiner dreißig Jahre dauernden Herrschaft gelangte des Reich zu einer ähnlichen Blüte wie zuvor zur Zeit der ersten römischen Keiser. Dalmatien fiel nach dem Niedergang des ostgotischen Reiches und der Wiederherstellung der Keisermacht in Italien (544) zum ersten Mal, wenn auch nur für kurze Zeit, unten Herrschaft von Byzanz.
 
     Die Ansiedlung slawischer Volksstämme
 

Photo: Slavko Krsmanovic    Im 6. und 7. Jh. nahmen slawische Stämme jene Gebiete ein, in denen sie auch heute noch ansässig sind. Mit dem Eindringen der Slawen flüchteten sich die Römer in die Befestigungen des Küstenlandes und auf die Inseln, die jedoch nach dem Tod des Kaisers Mauritian im Jahre 604 auch von Slawen erobert wurden. Das gleiche Schicksal erfuhr auch Rab, die Slawen ließen sich überall auf der Insel nieder und verschonten nur die Stadt Rab, in der noch Römer lebte. Die Slawen waren Viehzüchter und Ackerbauern und lebten zunächst außerhalb der befestigten Städte, ließen sich im Laufe der Zeit aber auch in den Städten nieder, und so verschmolz die römische Einwohnerschaft mit dem Slawen. Alle alten und neuen Städte, die Flüsse, Berge und Dörfer eihielten slawische Namen, und auch Arba wurde zu Rab. Mehr als ein Jh. hindurch lebten die Slawen in den Gebieten Dalmatiens nur für sich. Allein, die römischen Päpste versuchten immer wieder, an sie heranzutreten und ihnen die kirchliche Hierarchie aufzunötigen, besonderes Papst Johannes IV (639-642) ein geborener Dalmatiner, hegte großes Interesse für Dalmatien. Doch die Bestrebungen trugen keine Früchte. Was den Päpsten Roms nicht gelang, erreichten Mitte des 8. Jh. die byzantinischen Keiser. Sie dehnten ihr Herrschaftsgebiet auf unser Küstenland und die Inseln aus, stellten die alten römischen Befestigungen wieder her und errichteten autonome Gemeinden nach dem Vorbild der ehemaligen römischen Munizipien. Auch Rab bekam eine Stadtverwaltung, eine Stadtversammlung, Beamte - unter ihnen seien die Tribunen (tribunus Arbe) erwähnt - Heeresoffiziere, Gemeindekämmerer und Steuereinnehmer. Gleichzeitig wurde auch die Kirchenhierarchie wiederhergestellt, und Rab bekam einen Bischof.

Als der weströmische Keiser Karl der Grosse unterdessen Anspruch auf Dalmatien erhob, kam es zum Krieg zwischen den beiden Keiserreichen. Die Auseinandersetzungen endeten mit dem Frieden von Aachen im Jahre 803, wonach dem byzantinischen Kaiserreich mehrere Küstenstädte und Inseln zufielen, so auch die Insel Rab. Die Küstestädte und die Inseln waren somit bis zum Ende des 9. Jh. von ihrem Hinterland abgeschnitten.
 
    Die Zeit der kroatischen Herrschaft
 
   Kroatien war gegen Ende des 9. Jh. unter dem Fürsten Branimir (879-892) ein selbstständiger Staat. In dieser Zeit zahlte Rab an Branimir als den unabhängigen Herrscher jährlich 100 Goldstücke. Die Kroaten hatten damals schon den christlichen Glauben angenommen, den die Schüler Kyrills und Methods in unseren Gebieten in slawischer Sprache und durch kirchliche Bücher verbreiteten, bis zur Machtergreifung des kroatischen Königs Tomislav (925) jedoch fallen die adriatischen Küstenstädte und Inseln, unter ihnen auch Rab, unter die Souveränität von Byzanz. Nun aber werden sie Teile des kroatischen Königtums. Während dieser Periode behauptete sich Rab als autonome Gemeinde mit eigene Statuten, wählte selbständig seine Verwaltung, schloss Handelverträge und ähnliches ab.

   Indessen entstand an der anderen Küste des adriatischen Meeres eine neune Großmacht, Venedig, und die kroatischen Herrscher unternahmen große Anstrengungen, um dem Vordringen der Venezianer zur Ostküste der Adria Widerstand zu leisten. Zu die übrigen dalmatinischen Inseln, während der Regentschaft des machtvollsten kroatischen Königs Petar Kresimir IV. (1058-1073) jedoch wurde ganz Dalmatien, somit auch Rab, erneut zu einem Teil des kroatischer Königreichs, so dass sich Petar König von Dalmatien und Kroatien nannte.

Kirche Hl. Petrus in Supetarska Draga. Photo: Slavko Krsmanovic   Im Jahre 1059 rief der Raber Bischof Drago angehörige des Benediktinerordens nach Rab und schenkte ihnen großen Besitz und die kleinen Kirchen Hl. Petrus und Hl. Zyprian in der Bucht von Supetar. Kresimir IV. selbst beglaubigte am 16. Mai 1070 die Schenkungsurkunde. Im selben Jahr gestattete der König der Raber Kirche bedeutende Privilegien, so die Herrschaft über einen Teil der Insel Pag und einige Pfarreien im kroatischen Küstenland. Unter der Regentschaft kroatischer Könige blühte Rab in wirtschaftlichen und kulturellen Bereichen rasch auf. Viele wertvolle architektonische Gegenstände aus dieser Periode werden bis zum heutigen Tag in den Kirchen und Klöstern aufbewahrt. Die Mönche des Benediktinerordens haben mannigfaltig zur kulturellen Entwicklung auf der Insel Rab beigetragen.
 
     Die kroatisch-ungarischen Könige
 

Photo: Slavko Krsmanovic   Die kroatische Dynastie starb aus, und in den kroatischen Gebieten Herrschaft anfangs die Könige der Arpaden, später die der Anjuiviner. Der erste Könige der Arpaden war Koloman; er sicherte den dalmatinischen Städten die Privilegien, die sie schon früher genossen hatten. Auch der Kirche von Rab sprach er in einer Urkunde des Jahres 1111 erneut die von Petar Kresimir IV. gebilligten Sonderrechte zu und schenkte ihr ein kostbares Kreuz. Der ungarisch-kroatischen König Bela IV. aus derselben Dynastie suchte auf der Flucht vor den Mongolen Schutz auf der Insel Rab.

   Die nachfolgenden Könige der Arpaden interessierten sich wenig für Dalmatien und die Insel, was Venedig geschickt zur Ausweitung seines Einflusses in diesen Gebieten zu nutzen wusste. Erst im Jahre 1358 befreite der König Ljudevit der Grosse aus der anjuvinischen Dynastie die dalmatinischen Städte von der Herrschaft Venedigs. Er war es auch, der im Jahre 1367 der Kirche Rabs in einer besonderen Urkunde die von Kresimir und Kolomon verliehenen Privilegien erneut zusicherte.
    Nach dem Tod Ljudevits des Grossen nutze Venedig die Erbfolgestreitigkeiten aus, eroberte zu Beginn des 15. Jh. Dalmatiens Städte und Inseln und blieb bis zum Zusammenbruch seiner Macht im Jahre 1797 Herr über diese Gebiete.   

 
     Rab unter der Herrschaft Venedigs
 
Photo: Savko Krsmanovic     Im Mittelalter besaß Rab, das als wichtiger Handelsstützpunkt zwischen Ost und West schnell aufblühte, eine starke Handelsflotte, und seine Einwohnerschaft lebte in wirklichem Wohlstand. Gegen Ende des 14. Jh. erreichte Rab die höchste Einwohnerziffer: 10000 Menschen lebten insgesamt auf der Insel, allein 5000 Einwohner zählte die Stadt Rab. Zahlreiche wertvolle Bauten aus dieser Zeit zeugen deutlich vom damaligen Reichtum. Nach der Entdeckung des neuen Seewegs nach Indien aber verlor die Adria wie auch das Mittelmeer seine Bedeutung für den Handelsverkehr mit den Ländern des Ostens, und so wurden Rab und die meisten Städte an der Adria der langsamen Verarmung und dem Verfall preisgegeben.

    Obwohl unter Venedigs Herrschaft in unseren Gebieten viele wertvolle Bauwerke entstanden, die Entwicklung von Wirtschaft und Kunst großen Aufschwung erlebte und viele für das Gemeindeleben bestimmte Einrichtungen geschaffen wurden, nötigte Venedig allen Herrschaftsbereichen seine Gesetze, Lebensformen und Gewohnheiten auf, so das jene Gebiete ihre Autonomie verlieren mussten. Die Bürger besaßen außer in einigen inneren Angelegenheiten nicht mehr das Recht, ihren Lebensbereich zu verwalten.
Photo: Slavko Krsmanovic    So vereitelte die venezianische Macht die Selbständigkeit, die Rab bis dahin besessen hatte. Auch versuchte Venedig, die Zwistigkeiten zwischen Raber Patriziern und Bürgern mit Geschick auszunutzen - all dies Schaden Rabs, das dadurch um so rascher verfiel.
    In den Zeiten des größten Aufschwungs versetzte die Pest Rab einen schweren Schlag. Zweimal, im Jahre 1449 und 1456, raffte die Epidemie große Teile der Bevölkerung hinweg. Am stärksten betroffen war der südliche Stadtteil Kaldanac, dieser lebhaftest Bezirk der Stadt, der nun fast völlig verlassen dem Verfall ausgesetzt war. Seither hatte sich Rab nie wieder ganz erholt, wenn auch die Einwohnerzahl beständig stieg. Auf der Flucht vor den Türken kamen nämlich viele Festlandbewohner auf Rab, ebenso zahlreiche Umsiedler aus den Obrigkeitsgebieten Venedigs.
    Bis zum 12. Mai 1797, als Napoleon die Republik Venedig aufhob, blieb Rab unter venezianischer Herrschaft. Im gleichen Jahr gab Napoleon Dalmatien an Österreich, aber durch den Frieden von Posen im Jahre 1805 fiel es wiederum an Napoleon. 1809 trafen die ersten französischen Truppen auf Rab en. Nach der Niederlage Napoleons (1813) geriet Rab erneut an Österreich. Der Wiener Kongress bekräftigte Dalmatiens Zugehörigkeit zu Österreich, und so blieb Dalmatien ein volles Jahrhundert bis zum Jahre 1918 unter österreichischer Herrschaft.

 
    RAB zwischen 1918 -1945
 

Potpisivanje vracanja Raba Jugoslaviji     Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Rab zusammen mit einigen Teilen Dalmatiens infolge unsauberer Machenschaften der Großmächte an Italien. Endlich, im Jahre 1921, kam es zum Anschluss ans Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Am 23. April 1921 pflanzten die Einwohner von Rab auf dem Platz, den sie Platz Freiheit tauften, eine junge Steineiche, die, heute zu einem prächtigen Baum herangewachsen, wirklich ein Symbol der Freiheit darstellen.   

   Das Wirtschaftspotential der Insel und der Gemeinde Rab war in der Zwischenkriegszeit sehr bescheiden. Die vorwiegend bäuerliche Bevölkerung befasste sich hauptsächlich mit Ackerbau, Weinbau, Viehzucht und Fischfang, und nur ein geringer Teil der an den Fremdenverkehr gebundener Tätigkeit hatte einen Aufschwung zu verzeichnen. Obwohl man schon damals sehen konnte, dass der Fremdenverkehr ein aussichtsreicher Wirtschaftszweig ist, konnte er allen Einwohnern der Insel noch kein besseres Leben sichern. So ist der allgemeine politische, wirtschaftliche und soziale Zustand auf Rab zwischen den Kriegen als wenig zufriedenstellend zu bezeichnen.

Friedhof im Kampor!    Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs ließen auch Rab nicht Unberuht. Nach kurzem Gerangel zwischen der Ustascha-Verwaltung und dem italienischen Kommesariat nach der Kapitulation Jugoslawiens am 6. April 1941 wurde Rab an das faschistische Italien angeschlossen.
    Im Sommer 1942 wurde auf dem Gebiet Kampor ein Konzentrationslager eingerichtet, un das am 28.Juli 1942 die italienischen Besatzer die ersten Internierten einlieferten; Mitte August waren im Lager bereits 6166 und bis zur Kapitulation Italiens zeitweilig 13000 bis 15000 Insassen. Im Juni 1943 wurden aus anderen Lagern an der Adriaküste 2600 Juden in Kampor eingeliefert. Drei Tage nach der Kapitulation Italeins vom 8. September 1943 entwaffneten die Lagerinsassen zusammen mit den Aktivisten der Volksbefreiungsbewegung und der Raber Bevölkerung die Lagerwache und bewaffneten mit diesen Waffen die damals gebildete Raber Brigade mit setzte den Kampf im Rahmen des Volksbefreiungsheeres Jugoslawiens fort.

Von der Kapitulation Italiens bis zum 19 März 1944 war Rab freies Territorium. Am 19 März 1944 landeten in Rab zwei deutsche Truppen mit 700 Soldaten. Gleich nach den Deutschen kamen am 20. März auch die Ustascha Truppen auf Rab und richteten dort bis ende März ihre Verwaltung ein.
 
    RAB nach dem 2. Weltkrieg
 
Tito     Gleich nach Kriegsende setzten die Raber die Fremdenverkehrseinrichtungen aus der Vorkriegszeit instand, aber in jener Zeit gab es kaum einen nennenswerten Tourismus, da sich auch das übrige Europa erst von den Kriegsfolgen erholen musste. Die Einwohner bestritten ihren bescheidenen Lebensunterhalt mit Ackerbau, Fischfang und Viehhaltung, sie bauten auf vorwiegend freiwilliger Basis Strassen, Schulen und andere lebenswichtige Einrichtungen. Viele verließen Rab, um in größeren Zentren im Inland oder auch im Ausland Arbeit zu suchen, manche sind aber auch später zurückgekehrt. Die vom Wohlstand Westeuropas geförderte Reisewelle ermöglichte den Rabern, ihre natürlichen und kulturgeschichtlichen Vorteile in den Dienst des Tourismus zu stellen und so ihren persönlichen Standard anzuheben.
     Besonderes in den letzten Jahren machten sich jedoch zunehmend die Mängel des sozialistischen Einparteiensystems und der Selbstverwaltung bemerkbar. In der Wirtschaft äußerte sich das durch die unklaren Eigentumsverhältnisse, die wiederum mangelndes Interesse an den Produktionsmitteln und an besseren Produktionsergebnissen und somit eine allgemeine gesellschaftliche Ineffizienz zur folge hatten. Trotz der schweren politischen und wirtschaftlichen Krise wurden in Kroatien im Februar im Frühjahr 1990 die ersten demokratischen Mehrparteienwahlen der Nachkriegszeit abgehalten, und die angekündigten Wirtschaftsreformen versprechen auch einen Fortschritt auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs.
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